Habt Ihr schon einmal etwas von den Hermann gehört? Nein? Ich vor kurzem auch noch nicht. Als wir uns überlegen mussten, wie wir unseren Sohn nennen, sind wir auf den Namen Hemann gekommen. (Warum auch immer). Ich weiß nur, dass ich meinen Sohn nie so genannt hätte. (Nichts gegen die, die so heißen. Aber das ist einfach nicht mein Name. :D) Nichts desto trotz meinte, mein Kollege das er nur “den Herrmann” kennt.

Der Hermann, auch Glückskuchen genannt, ist ein Sauerteig aus Mehl, Milchsäurebakterien, Hefe, Milch und Öl. Der Teig ist die Grundlage des Kuchen. Das Besondere an diesem Kuchen ist, dass sich der Ansatz durch “Fütterung” vermehrt und stabil bleibt.

Täglich wird der Teig, den man von einer Freundin oder einem Freund bekommt, umgerührt. Am 5. und 10. Tag wird er dann mit den Zutaten aus dem Rezept, welches man auch bekommt, gefüttert. Am 10. Tag gibt man dann 1 Tasse inkl. Rezept weiter an eine Freundin oder Freund. 1 Tasse behält man selbst, um den Teig wieder anzusetzen (man kann ihn aber auch erst einmal einfrieren) und aus dem Rest wird dann der Hermann gebacken.

Meinen Hermann seht ihr in den folgenden Bildern. Ich habe ihn mit Schokostreuseln und Kirschen verfeinert und dann mit Schokolade übergossen.

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In den 80er und 90er Jahren hatte dieser Kuchen seinen “Höhepunkt” und wurde (wie oben beschrieben) als Kettenbrief weitergegeben.

Vielleicht habt auch Ihr Lust die Tradition des Hermann wieder aufleben zu lassen. Ich finde das echt witzig und habe meinen Teil des Teiges an meine Kollegin weitergegeben. So reißt wenigstens die Kuchenfütterung auf Arbeit nicht ab. 😀

Liebe Grüße

Diana

1 comment on “Kennt Ihr den Hermann?”

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